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Taschengeldentzug ist tabu

Es kommt jeden Tag in allen Familien mit Kindern vor: Der Sohn oder die Tochter hat mal wieder richtig Mist gebaut. Die erste Reaktion verärgerter Eltern liegt dann auf der Hand. Sofort wird über die Sanktion der Taschengeldkürzung oder gar die komplette Streichung des Taschengeldes nachgedacht.

So nahe natürlich dieser Gedanke liegt, da man vermeintlich damit das Kind am härtesten trifft, so falsch ist diese Maßnahme meiner Meinung aber auch. Man sollte bedenken, das Taschengeld keine Belohung für gutes Verhalten ist, sondern es ist in erster Linie dafür da, dem Kind zu ermöglichen, den Umgang mit dem Geld zu erlernen.

Natürlich ist es auch dazu da, dem Kind einen gewissen Freiraum in seiner finanziellen Selbstbestimmung einzuräumen, und diese würde man natürlich bei einem massiven Fehlverhalten nur zu gern strafweise einschränken.

Doch andere Strafmaßnahmen sollten der des Taschengeldentzugs vorgezogen werden. Erzieher sind sich mittlerweile einig, das Strafen nur dann Sinn machen, wenn sie sofort ausgesprochen werden, das heisst im zeitlichen Zusammenhang mit der "Tat" stehen und außerdem auch mit dem Fehlverhalten verknüpft sind.

Das klassische Beispiel ist, die persönliche Entschuldigung beim Nachbarn, dem man die Scheibe mit dem Fussball eingschossen hat, sowie die Auflage, dem Nachbarn bei der Beseitigung des Schadens zu helfen.

Taschengeldentzug ist also kein geeigneter Ansatzpunkt um ein Kind zu bestrafen.